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Federbein ausmessen

Die richtige Länge ist beim neuen Federbein das Wichtigste. Ein paar Millimeter merkst du in der Kurve, am Seitenständer und an der Linie deines Motorrads. Miss deshalb immer nach, bevor du bestellst.

In vier Schritten messen

  1. 1Stell das Motorrad auf den Hauptständer oder eine Hebebühne, sodass das Hinterrad frei hängt. Das Federbein ist dann ausgefedert.
  2. 2Such die Befestigungsbuchsen oben und unten. Bei einer Gabel unten misst du ab der Mitte der Bohrung.
  3. 3Miss mit Maßband oder Messschieber von der Mitte der oberen Buchse bis zur Mitte der unteren. Das ist die Länge Auge zu Auge.
  4. 4Bei Stereo-Federbeinen misst du beide Seiten. Notier die Länge in Millimetern und vergleich sie mit der Länge beim Produkt.
Länge Auge zu AugeMitte obere BuchseMitte untere Buchse
Länge Auge zu Auge: von der Mitte der oberen Buchse bis zur Mitte der unteren, mit ausgefedertem Federbein.

Wann kürzer

Ein kürzeres Federbein bringt das Heck tiefer. Gut, wenn du mit den Füßen sicherer auf den Boden kommen willst, oder für eine straffere Linie am Café Racer. Beachte: Es bleibt weniger Federweg und der Seitenständer kann zu lang werden.

Wann länger

Ein längeres Federbein bringt das Heck höher. Das gibt mehr Bodenfreiheit und ein schnelleres Einlenken. Mehr als 10 bis 20 mm länger? Dann prüf Kette, Schutzblech und Seitenständer.

Warum eine Sonderlänge keine ABE hat

Eine ABE gilt für eine Ausführung an einem Motorrad, in der Länge, die der Hersteller hat prüfen lassen. Eine andere Länge ist eine Sonderanfertigung. Diese Sonderanfertigungen werden vom TÜV beurteilt, eine modellbezogene ABE gibt es dazu aber nicht. Fährst du in Deutschland mit einer Sonderanfertigung, frag bei deiner Prüfstelle nach, was nötig ist. Bei jedem Produkt siehst du den Status.

Unsicher?

Schick uns dein Motorrad, das Baujahr und die gemessene Länge. Wir schauen mit dir.